Hodenbiopsie zur Spermiengewinnung (TESE, Testikuläre Spermatozoenextraktion)

Die Hodenbiopsie bietet vielen Paaren die Chance auf ein eigenes Kind, wenn der Partner keine Spermien (Samenzellen) in der Samenflüssigkeit hat. Es gibt verschiedene Ursachen für die sogenannte Azoospermie (keine Spermien im Ejakulat). Liegt die Ursache z. B. in einem Verschluss der Samenleiter oder einer Störung der Hormonsituation, so sind im Hodengewebe oft Samenzellen vorhanden. Um die Spermien aus dem Gewebe gewinnen zu können, ist eine kleine Operation (Hodenbiopsie) erforderlich. In Zusammenarbeit mit der urologischen Praxis Dr. med. Chr. Aust und Dr. Schmidt-Enghusen erfolgt die Gewinnung der Probe. Diese Probe wird in unserem IVF-Labor sofort auf Spermien untersucht und dann in Flüssigstickstoff bei -196° C tiefgefroren. Sie ist damit fast unendlich lange haltbar.


Die Untersuchung des Hodengewebes erfolgt sowohl mechanisch als auch enzymatisch. Auf diese Weise können auch dann Spermien gefunden werden, wenn es nur wenige sind. Die bei der Biopsie gewonnene Probe wird in kleinere Proben aufgeteilt, damit Proben für mehrere Versuche vorhanden sind. Für einen Behandlungsversuch wird meistens nur eine Probe aufgetaut. Die daraus gewonnenen Spermien verwenden wir dann für die Intracytoplasmatische Spermien Injektion (ICSI) mit den Eizellen der Partnerin.