Polkörperanalyse |
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| Im
Rahmen einer geplanten ICSI-Behandlung
kann eine Polkörperdiagnostik
durchgeführt werden. Bei Polkörpern
handelt es sich um kleine Abschnürungen der Eizelle, die während der
Eizellreifung entstehen. Mit der Ausschleusung dieser Polkörper gibt eine
Eizelle die Hälfte ihrer Chromosomen nach außen ab. Die Polkörper selbst haben
keine weitere biologische Funktion und werden später abgebaut. Bei
einer Polkörperdiagnostik findet also ein Rückschluß auf den genetischen Status der zugehörigen
Eizelle statt. Auf diese Weise können chromosomal gestörte Eizellen
identifiziert werden, um sie vom weiteren Befruchtungsverfahren auszuschließen. Die
Entnahme der Polkörper (Polkörperbiopsie), die für diese Untersuchung notwendig
ist, erfolgt ca. 4 - 5 Stunden nach Durchführung der ICSI durch Öffnung
der Eizellenhülle mit Hilfe eines Lasers. Wegen
der Zeitabläufe bei der Befruchtung von Eizellen ist eine Polkörperdiagnostik nur im ICSI-Verfahren durchführbar,
nicht jedoch im IVF-Verfahren. Von diesen Polkörpern werden anschließend
mikroskopisch kleine Präparate angefertigt und die Chromosomen 13, 16, 18, 21
und 22 durch ein spezielles Färbeverfahren sichtbar gemacht. Wird bei diesem Verfahren eine fehlerhafte Anzahl von Chromosomen im Polköper angezeigt, so weist dies auf eine gestörte Chromosomenanzahl in der zugehörigen Eizelle hin. Ist die Chromosomenanzahl im Polkörper dagegen regulär, so kann man auch von einer normalen Anzahl der untersuchten Chromosomen in der zugehörigen Eizelle ausgehen. Ein Nachteil dieses Verfahrens besteht allerdings darin, dass Eizellen, an denen eine Polkörperbiopsie durchgeführt wurde, nicht mehr eingefroren (kryokonserviert) werden können. Die Polkörperdiagnostik bietet derzeit die einzige Möglichkeit zu einer chromosomalen/genetischen Untersuchung an Eizellen. Sie gibt Aufschluss über die Qualität Ihrer Eizellen und erhöht Ihre Chancen für die Übertragung von Embryonen, die keine fehlerhafte Anzahl der Chromosomen 13, 16, 18, 21 und 22 aufweisen. Durch die Polkörperdiagnostik können allerdings nicht alle genetischen oder chromosomalen Störungen in der Eizelle ausgeschlossen werden. |
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