Kinderwunsch Untersuchungen Überprüfung der Fruchtbarkeitsreserve
15444
page-template-default,page,page-id-15444,bridge-core-1.0.4,cookies-not-set,ajax_fade,page_not_loaded,boxed,vertical_menu_enabled,,side_area_uncovered_from_content,qode-content-sidebar-responsive,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-19.2.1,qode-theme-bridge,disabled_footer_bottom,qode_advanced_footer_responsive_768,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-5.7,vc_responsive

Kinderwunsch

Untersuchungen

Überprüfung der Fruchtbarkeitsreserve

Kinderwunsch Untersuchungen

„Wieviel Zeit bleibt mir noch?“

Eine bange Frage, die wir nicht immer beantworten können. Die Sonographie (Ultraschall) der Eierstöcke lässt gewisse Aufschlüsse zu. Die Untersuchung wird auch AFC (antraler Follikelcount) genannt. Hierbei werden zu einem frühen Zykluszeitpunkt pro Eierstockseite die kleinen unter der Rinde liegenden Eibläschen (antrale Follikel) gezählt und gemessen. Eine Anzahl von ca. 8 – 15 deutet auf eine gute Reserve hin.

Im Blut ist der wichtigste Parameter das AMH (Anti-Müller-Hormon). Dieser Blutwert beschreibt die sogenannte ovarielle Reserve. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass Werte über 1,0 µg/l auf eine ausreichende Reserve hindeuten.
Hier ist die wissenschaftliche Diskussion jedoch noch nicht abgeschlossen.

 

Shebl O, Ebner T, Sir A, Schreier-Lechner E, Mayer RB, Tews G,
Sommergruber M.
Age-related distribution of basal serum AMH level in women of reproductive age and a presumably healthy cohort.
Fertil Steril. 2011 Feb;95(2):832-4.

Rustamov O, Smith A, Roberts SA, Yates AP, Fitzgerald C, Krishnan M, Nardo LG,
Pemberton PW.
Anti-Müllerian hormone: poor assay reproducibility in a large cohort of subjects suggests sample instability
Human Reproduction, Vol.27, No.10 pp. 3085–3091, 2012

 

Erniedrigte Werte finden sich bei eingeschränkter ovarieller Funktionsreserve sowie schlechtem Ansprechen auf eine ovarielle Stimulation.
Patientinnen mit niedrigen AMH-Werten benötigen häufig höhere Stimulationsdosen als Frauen mit hohen/normalen Werten. Es gibt jedoch eine große Streubreite der Messergebnisse. Private Krankenkassen definieren gerne einen Wert von mindestens 1,0 µg/l als Voraussetzung für eine Kostenübernahme. Es ist also sehr gut sich gegebenenfalls nicht auf nur einen Wert zu verlassen.

 

Die Bestimmung von FSH (Follikel stimulierendes Hormon) sollte vom 3. – 5. Zyklustag erfolgen und ist der noch immer am häufigsten gemessene Wert. Er sollte in der Regel unter 10 mIE/ml liegen, Werte über 25 mIE/ml lassen in der Regel darauf schließen, dass der Eierstock durch unsere Stimulationsmedikamente kaum noch beeinflusst werden kann.

 

Für alle diese Messungen gilt: es gibt eine hohe Schwankung. Gerade für Patientinnen über 40 Jahre ist die Aussagekraft sehr eingeschränkt!
Gegebenenfalls können auch genetische Zusatzuntersuchungen (z.B. Prämature Ovarialinsuffizienz, POI FMR1) helfen die Situation besser einzuschätzen.